Kapitel XI · 1 Min. Lesezeit

Der Na’ar

Ewige Empfänglichkeit, ewige Formbarkeit

HeichalotKabbala

Metatron wird der נַעַרNa’arJüngling oder Diener. Auf Metatron angewandt bezeichnet es bleibende Formbarkeit und Sendbarkeit, nicht Unreife.Glossar genannt, der Jüngling.

Das scheint fast widersprüchlich.

Warum sollte eine der erhabensten Gestalten der himmlischen Ordnung ein Jüngling heißen?

Weil der Diener vor dem Unendlichen nie das Alter erreicht, in dem er sein eigener Ursprung werden könnte.

Vor Ejn Sof bleibt jedes Geschöpf ein empfangenes.

Jeder Augenblick des Daseins ist neu.

Jeder Befehl ist gegenwärtig.

Jede Sendung muss neu gehört werden.

Jugend heißt in diesem Register: Offenheit dafür, geformt zu werden.

Der vollkommene Bote erstarrt nicht in seiner eigenen früheren Größe.

Er bleibt sendbar.

Die Unterscheidung ist tief.

Ein in sich verschlossenes Wesen häuft Identität an, bis Identität zur Mauer wird.

Ein Diener empfängt Identität als Bund.

Er weiß, wer er ist, weil er weiß, vor wem er steht.

Das mag ein weiteres Geheimnis Chanochs sein.

Der Mensch, der „erzogen“ wurde, dessen Name selbst an חִינּוּךְChinuchErziehung, Einweihung, Formung. Nicht das Einsetzen einer Information, sondern das Formen eines Menschen, bis ein Weg von innen bewohnbar wird.Glossar anklingt, wird ewig der Jüngling.

Der Geformte wird ewig formbar.

Die höchste Bildung ist nicht der Punkt, an dem man nicht mehr lernen kann.

Es ist der Punkt, an dem die ganze Struktur eines Menschen für die Wahrheit empfänglich geworden ist.