Kapitel XLI · 1 Min. Lesezeit
Die Zukunft ist keine Welt ohne Gefäße
Die Gestalt bleibt, durchtränkt und bewohnt
Eine grobe mystische Utopie stellt sich die Zukunft als Auflösung vor.
Alles wird Licht.
Unterschiede verschwinden.
Körper hören auf zu zählen.
Individualität verdunstet.
Die Tora stellt sich etwas Reicheres vor.
Wolf und Lamm bleiben im prophetischen Bild unterschieden.
Völker bleiben Völker, während sie HaSchem anrufen.
Die Erde bleibt Erde, während sie von göttlicher Erkenntnis erfüllt ist.
Erkenntnis bedeckt die Erde, „wie Wasser das Meer bedecken“.
Das Meer bleibt unter dem Wasser gegenwärtig.
Die Gestalt bleibt.
Aber sie ist umgeben, durchtränkt, bewohnt.
Das Ziel ist nicht, dass das Gefäß verschwindet.
Das Ziel ist, dass Verbergung nicht mehr als Trennung erfahren wird.
Das kann Chanoch nun lehren.
Er hat eine Gestalt der Verwandlung erfahren: das Gefäß, das zu Feuer wird.
Die Zukunft verlangt von der Welt eine andere:
das Gefäß bleibt Gefäß und wird zugleich durchsichtig für seinen Zweck.
Die erste ist Aufstieg.
Die zweite ist Wohnung.
Die erste raubt den Atem.
Die zweite ist das, wozu die Schöpfung war.